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So, nach Weihnachten war es endlich soweit, dass ich mich entschlossen habe, diese Kur nach Simeons einmal auszuprobieren. Nachdem es schon einige Bekannten ausprobiert und gute Erfahrungen gemacht hatten, fand ich die Idee sehr gut. Beim Reinlesen merkte ich schnell, dass man das nicht nebenbei macht, denn ohne Vorbereitung geht hier nichts.

Was wollte ich erreichen?

  1. Etwas Gewicht verlieren und dieses Gewicht dann halten
  2. Mich an kleinere, normale Portionen gewöhnen
  3. Mir nicht ständig Gedanken darum zu machen, was man Essen kann und was nicht

Die Stoffwechselkur ist nicht unumstritten. Es gibt viele positive Erfahrungsberichte im Netz, insbesondere von Leuten, die mit dem langsamen Abnehmen keinen wirklich dauerhaften Erfolg erzielt haben.

Mir ging es genauso – im ganzen letzten Jahr habe ich sehr auf meine Ernährung geachtet (also auf das, was man isst – gute Zutaten usw.), habe so viel Sport gemacht wie noch nie – und auf der Waage tat sich nichts, im Gegenteil. Als ich ab November mit dem Sport aufgrund von Krankheit pausieren musste, wurde es tendenziell immer mehr. Auch hatte ich das Gefühl, durch den Sport immerzu Hunger zu haben.

Jetzt, nachdem ich mich mit der Kur auseinandergesetzt habe, bin ich da schon etwas besser gerüstet und kann mir eher vorstellen, mich mehr mit der Zusammensetzung der Nahrung zu beschäftigen. Ich denke, das war das Problem – die richtige Kombination von Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett. Aber dazu später mehr.

Für mich sollte die Kur also ein Einstieg in veränderte Ernährungsgewohnheiten sein.

Die Kritiker nennen sie ungesund und beschwören den Jo-Jo-Effekt herauf. Mir ist es wichtig, dass ich mir ein eigenes Urteil bilde.

Worum geht es bei der Stoffwechselkur?

Im Prinzip ist es eine kalorienreduzierte, eiweißreiche Ernährung während eines definierten Zeitraums von zunächst 21 Tagen. Auf Zucker, Stärke und Fette wird in dieser Zeit gänzlich verzichtet. Zusätzlich werden hCG-Globuli eingenommen, die dafür sorgen sollen, dass die Fettdepots abgebaut werden. Durch das hCG-Hormon soll sich das Gehirn umprogrammieren, sodass der Stoffwechsel die Fettdepots angreift. Das hCG-Hormon kennt man aus der Schwangerschaft. Bei der Kur wird es in Form von homöopathischen Globuli oder Tropfen eingenommen, die lediglich noch die Information des Hormons enthalten. Klingt alles erst mal abenteuerlich, jedoch geben die vielen positiven Erfahrungsberichte den Befürwortern erst mal Recht. Die Globuli sorgen aber außerdem auch noch dafür, dass der Hunger in dieser Zeit nicht so massiv auftritt. Neben diesen, werden auch noch Nahrungsergänzungsmittel eingenommen, um eine Mangelversorgung an Vitaminen während der 21 Tage der strengen Diätphase zu vermeiden.

Wie läuft die hCG-Stoffwechselkur ab?

  1. Phase: 2 Ladetage
    Den Einstieg in die Kur bilden die sogenannten Ladetage – an diesen werden die Kohlenhydratspeicher aufgefüllt. Man soll also extra viel Nahrung zu sich nehmen, insbesondere fett- und zuckerhaltige Speisen. Ca. 3.000 bis 4.000 kcal sollten es sein. Diese Ladetage sind wichtig, um den Hunger in den ersten Tagen in Schach zu halten.
  2. Phase: 21 Tage Diät-Phase (strenge Phase)
    Diese Phase bildet die Hauptphase, in der max. 500 bis 700 kcal in Form von Eiweiß und Gemüse zu sich genommen werden. Hinzu kommen dreimal täglich die Globuli und morgens und abends die Nahrungsergänzungsmittel.
  3. Phase: Stabilisierungsphase
    Diese Phase geht weitere 3 Wochen. In dieser Phase geht es darum, das neue Gewicht zu halten. Die Ernährung der Diätphase wird beibehalten, außerdem dürfen wieder gesunde Fette dazu genommen und die Kalorienmenge schrittweise erhöht werden. Die Globuli werden nicht mehr eingenommen, die Nahrungsergänzungen jedoch schon.
  4. Phase: Austestungsphase
    In dieser Phase wird schrittweise wieder auf eine “normale” Ernährungsform umgestellt. Es werden wieder alle Nahrungsmittel einbezogen. Allerdings sollte weiterhin weitgehend auf Zucker und stärkehaltige Nahrungsmittel verzichtet werden.

Mein persönliches Fazit:

Abgenommen habe ich insgesamt:

4,4 Kg Körpergewicht von 67,0 Kg auf 62,6 Kg in 22 Tagen (ich habe noch einen Tag dran gehängt).

Der Fettanteil hat sich um 4,1% reduziert. Das entspricht ca. 2,8Kg Fett (rund 11 Päckchen Butter, um sich das mal vorzustellen). Das ist schon ein bisschen unglaublich für die kurze Zeit. Vor allem, weil das Fett tatsächlich an den richtigen Stellen, vor allem am Bauch, verschwunden ist.

Abnahme Umfang:
Taille: 10 cm
Bauch: 8 cm
Po: 4 cm
Oberschenkel: 3,5 cm
Oberarme: 1 cm
Brustumfang hatte ich leider nicht vorher gemessen. Das ist der einzige Nachteil, dass dort sicher auch einige cm verschwunden sind.

Ich habe mich zu 99% an alle Vorgaben gehalten, ein paar kleinere Ausrutscher waren aber auch dabei. Zum Beispiel einmal wöchentlich eine Weinschorle und ein (!) Stück bittere Schokolade in den drei Wochen.

An den ersten beiden Tagen hatte ich Kopfschmerzen, danach habe ich mich aber super gefühlt. Ich hatte auch nicht das Gefühl des so großen Verzichts, da ich im Prinzip ja drei Mahlzeiten (Früh, Mittags und Abends) essen konnte. Auch musste ich auf meinen geliebten morgendlichen Cappuccino nicht verzichten (mit wenig Milch 0,1% Fett). Die oftmals beschriebene gute Stimmung kann ich überwiegend bestätigen, auch wenn hin und wieder ein paar Tage dabei waren, die nicht so gut waren. Aber das gibt es sonst ja auch. Woche eins lief super, Woche zwei war ganz schön zäh – weniger Abnahme und die Stimmung eher schwankend. Aber hinschmeißen wollte ich nie, so schlimm war es dann doch nicht. Woche drei lief dann wieder besser. Daher hatte ich auch überlegt, die Kur zu verlängern. Habe ich dann aber nicht gemacht, weil wir unmittelbar danach in den Urlaub gefahren sind und ich ein bisschen mehr Flexibilität wollte.

Insgesamt sollte man den Zeitpunkt wirklich gut planen, da es doch etwas Zeit für Vorbereitungen in Anspruch nimmt und sich in der Phase eigentlich alles darum dreht.

Wie läuft die Stabilisierungsphase?

Mit dem Tag der Abreise in den Urlaub fing die Stabilisierungsphase an (wieder 21 Tage). Das war etwas schwierig, da ich nicht immer so essen konnte, wie ich wollte. Auch wollte ich nicht die ganze Reisegruppe mit meiner Ernährung nerven und außerdem ist es nach wie vor mit Planung verbunden. Für den ersten Tag hatte ich für mittags und abends vorgekocht und an den folgenden Tagen habe ich immer für mich separat etwas gemacht, dass musste natürlich auch einkaufstechnisch organisiert werden. Sicher war nicht alles ganz konform wie es sein sollte, obwohl ich es weitgehend versucht habe. Insgesamt kam ich mit 1 Kg mehr auf der Waage aus dem Urlaub wieder. Danach habe ich mich aber sofort wieder eingefunden – nach Vorschrift gegessen, alle Mahlzeiten geplant und mit auf Arbeit genommen. Das Kilo ist inzwischen wieder verschwunden. Auf die Kalorienmenge achte ich aktuell gar nicht mehr. Auf Weißmehl (Nudeln, Brot, Brötchen) und Zucker verzichte ich komplett, auf Alkohol auch weitgehend. Wenn ich Hunger auf Süßes bekomme (der ist leider immer noch da), backe ich mir ab und zu einen Low-Carb Quarkkuchen und esse zweimal am Tag ein Stück davon. Bisher hat das gut funktioniert.

Mein Fazit fällt also positiv aus, denn letztlich war es (mit etwas Planung und Vorbereitung – das ist anfangs jedoch etwas nervig) doch alles einfacher als gedacht und hat super funktioniert. Und drei Wochen klingen erst mal viel, sind es aber nicht, wenn man mal dabei ist. Was sind schon drei Wochen, in denen man mal mit Einschränkungen leben muss. Die klaren Vorgaben von einer Eiweißquelle + Gemüse für die Hauptmahlzeiten machen es einfach, da der Rahmen klar ist. Da soviel nicht ging, musste man auch nicht ständig überlegen.

Wie geht es jetzt weiter?

Darüber habe ich mir schon die ganze Kur über Gedanken gemacht. Da es mir mit der Ernährungsform aber wirklich gut geht (auch Sport ist gar kein Problem) werde ich mich in der nächsten Zeit bei meiner Ernährung an den Prinzipien der ketogenen Ernährung (Low Carb High Fat) halten. Im Moment erlebe ich viel positive Auswirkungen auf meinen Körper, insbesondere auf das Thema Verdauung und vor allem die Psyche. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, empfindet man auch kein so starkes Gefühl des Verzichts. Zumindest aktuell habe ich das nicht. Dazu gibt es sicher auch demnächst mehr, denn am Ende bin ich doch ein Genussmensch, und den einen oder anderen Restaurantbesuch möchte ich mir nicht verkneifen. Aber ich denke, dass ich inzwischen mit Ausnahmen auch umgehen kann, sollte sich wirklich gar nichts auf der Karte finden lassen.

Mein Wunschgewicht habe ich noch nicht ganz erreicht, dazu fehlen noch 3-4 Kg. Ich gehe aber davon aus, dass es sich von selbst ergibt. Wenn nicht, würde ich die Kur auf jeden Fall im Sommer wiederholen. Dann würde ich die Ladetage auch so richtig ausnutzen, da ich ja jetzt weiß, dass es funktioniert. Auch wenn die Abnahme nicht so extrem wie bei anderen war, muss man das auch erst einmal vom Kopf her verkraften und sich von dort aus neu orientieren. Der Körper braucht auf jeden Fall auch Zeit für die Umstellung. Die Stabilisierungsphase ist auch wichtig, um das Gewicht dauerhaft zu halten.

Zum Schluss gibt es noch die Liste der von mir genutzten Produkte:

hCG-Globuli (3 mal 5 Globuli/Tag)

MSM-Kapseln (2 mal 3 Kapseln/Tag morgens, abends)

OPC Traubenkernextrakt (1 mal 2, morgens)

Omega-3-Kapseln (2 mal 1, morgens, abends)

Vitamine A-Z (2 mal 1, morgens, abends)

Xucker Light als Zuckerersatz

Ausführliche Informationen zur  HCG-Stoffwechselkur

Rezeptsammlung zur HCG-Stoffwechselkur – einfach, schnell und leicht nachkochbar

Ernährungstagebuch mit Essensplänen für die Diätphase

Empfehlenswert ist auch das Kochbuch von Anne Hild – jede Menge tolle Rezepte, damit es nicht einseitig wird. Mittlerweile gibt es auch ein Kochbuch für Vegetarier von ihr.

Grundlegenden Informationen zur Kur habe ich mir aus diesem Buch geholt: “hCG-Diät kompakt: Die praktische Anleitung für die Umprogrammierung Ihres Stoffwechsels” von Barbara Wimmer”.
Das war aber sehr knapp gehalten. Für ausführliche Information würde ich dann doch auf das Buch zur hCG Diät von Anne Bild 
oder Matthias Jünemann “Die Adipositas-Kur mit HCG: An der Ursache für Fettsucht und Übergewicht ansetzen und sie für immer beseitigen”

Viele Studios und Ernährungsberatungen bieten das auch als Programm mit eigenen Produkten an, z.B. Lifeplus. Das ist oft teuer. Nach meinen Erfahrungen kann man die Kur genauso gut mir den o.g. Alternativprodukten durchführen. Mit den oben genannten Produkten habe ich die besten Erfahrungen gemacht und kann sie uneingeschränkt empfehlen. Sie sind von guter Qualität und die Peal-Produkte werden auch von Sportlern, vor allem im Kraftsportbereich, genutzt.

Wer sich unsicher bzgl. der Kur ist, sollte vorher lieber einen Checkup beim Arzt machen.