Vor einiger Zeit war es soweit: ich habe an einem Seminar zum Thema “Fotografie” teilgenommen. Für mich ist das etwas besonderes, denn vor einem Jahr hätte ich noch steif und fest behauptet, dass ich nicht fotografieren kann. Das ist wahrscheinlich immer noch der Fall, aber hin und wieder gibt es ein paar Fotos, die mir doch schon gut gefallen. Das macht mir echt Spaß und ich habe gemerkt, dass ich mich an einem tollen Foto echt erfreuen kann. Das Fotografieren hat sich also ganz langsam in mein Leben eingeschlichen, so wirklich begonnen hat es erst mit dieser Foto-Challenge, bei der ich im September mitgemacht habe. Da war so ein innerer Impuls, ich hatte einfach plötzlich Lust darauf. Da wollte ich plötzlich mehr.

Nicht einfach so drauf los knipsen, sondern vorher überlegen, was am Ende rauskommen soll. Das ging recht schnell, aber ich war immer nur mit meinem iPhone 6 unterwegs, weil es einfach super praktisch ist. Es ist handlich, man muss nichts einstellen und es ist immer dabei. Die Fotos werden, zumindest bei einigermaßen Licht, auch hin und wieder ganz gut. Es hat mir fürs erste so gereicht und langsam konnte ich meinen Haus- und Hof-Fotografen (meinen Mann), der bis dato fast alle Fotos für meine Blogs gemacht hatte, entlasten. Bei zwei Blogs kommt man ja so auch nicht vorwärts, wenn man nicht selber Hand anlegt, und es gehört zum Bloggen genauso dazu. Eigentlich ist es der schönste Part. Es ging dann plötzlich ganz schnell, dass ich mich ein bisschen in die Food-Fotografie verliebt habe. Schöne Landschaften einzufangen, fällt mir schon deutlich schwerer.

Und irgendwann kam ich an den Punkt, dass mir das iPhone eigentlich nur noch zur Not reichte. Ich wollte mehr … Ich wollte es jetzt tatsächlich wissen, wie das geht mit der Blende, ISO, dem manuellen Modus, und wie es ist, mit der Tiefenschärfe zu spielen.

Ich habe dann einen Fotokurs geschenkt bekommen und mich endlich gewagt, mich durch die ach so komplexen Zusammenhänge zu wühlen – wie ich immer dachte. Denn so komplex, wie ich dachte, ist es nun auch wieder nicht, man muss es eigentlich einfach einmal verstehen und der Rest ist üben, üben und nochmals üben. Viel wichtiger ist, sich vorher Gedanken zu machen, was rauskommen soll.

Den Fotokurs habe ich übrigens bei Fotosafari-Dresden gemacht, und er war super. Nette Trainer und kompakte Vermittlung von Grundwissen – ausreichend, um die nächsten Schritte zu gehen.

Hast du auch solche Themen, von denen du denkst, du kannst das nicht? Dann probiere es einfach mal aus. Höre auf deine innere Stimme und fange einfach an. Der Anfang ist am schwersten, aber wenn man erst einmal dabei ist, läuft es von selbst – man wagt sich immer weiter vor. Und wer weiß, vielleicht werde ich auch mal zu einer super Food-Fotografin. Vielleicht auch nicht, aber auf jeden Fall werde ich sehr viel Spaß haben und schöne Momente erleben.