Kennst du das auch? Du würdest gerne mehr für deine Fitness tun und hast dir überlegt, mit dem Laufen zu beginnen, aber es kommt immer etwas dazwischen, oder man hat dann doch keine Lust, sich aufzuraffen. Hier kommen meine ultimativen Tipps für dich, damit der Einstieg gelingt und du nicht die Lust verlierst.

1. Beginne langsam, aber beginne!

Aller Anfang ist schwer. Das Laufen ist erst einmal ungewohnt, und schon nach kurzer Zeit kann man nicht mehr und verspürt den unbändigen Drang den Rückweg anzutreten. Meist läuft man auch viel zu schnell los. Beginne einfach damit, dass du dir eine Strecke von 3 km vornimmst. Laufe langsam, auch wenn sich das komisch anfühlt. Wenn du es trotzdem nicht schaffst durchzulaufen, mache Gehpausen dazwischen. Also 2 Minuten laufen, 2 Minuten schnelles Gehen. Bei den nächsten Malen die Laufzeiten erhöhen und Stück für Stück die Gehpausen weglassen. Du wirst sehen, nach kurzer Zeit schaffst du es durchzulaufen.

2. Langsam steigern, aber stetig!

Wenn du deine persönliche Etappe geschafft hast, kannst du dir ein neues Ziel setzen, laufe 5 Km oder weiter. Lass dich von den ersten 2-3 km nicht einschüchtern, die braucht es meist um sich „warm“ zu laufen, die weiteren Kilometer laufen dann meistens von alleine.

3. Lass dich auch von schlechtem Wetter nicht abhalten!

2-3 Mal Laufen in der Woche sollte es schon sein, um Laufroutine zu bekommen. Geht man weniger Laufen, hat man einen ständigen Neuanfang. Das frustriert nur unnötig, und manchmal muss man dann auch wieder von vorne anfangen. Das macht gar keinen Spaß! Also lieber auch mal nass geworden, als aufgegeben.

4. Suche dir einen Laufpartner!

Mir fällt es zusätzlich leichter, wenn ich einen Laufpartner habe, mit dem ich mich fest verabrede. Da sagt man nicht einfach ab. Wer will schon der Spielverderber sein. Außerdem kann man sich dabei auch unterhalten – so vergeht die Zeit schneller und schwupps ist man 8 km gelaufen, ohne das übliche „ach und jetzt noch 3 Kilometer“. Tipp: immer nur so schnell laufen, dass man sich noch gut unterhalten kann.

5. Variiere die Strecke und baue es in deinen Alltag ein!

Wenn man immer die gleiche Strecke läuft, wird es meist schnell langweilig. Suche dir verschiedene Strecken mit verschiedenen Längen, so entdeckt man auch mal wieder etwas Neues und hat auch mal neue Anreize, durch Steigungen oder ähnliches. Ein guter Tipp ist auch, Wege laufend zu erledigen. Der Weg zum Bäcker (da freut sich die Familie) oder und um etwas anderes zu erledigen, z.b. die Post wegzubringen, sind gute Ziele um ein Läufchen quasi nebenbei zu erledigen. Ich laufe auch sehr gerne im Urlaub, so entdeckt man ganz viel Neues und hat immer Strecken vor der Nase. Und für die Laufsachen ist eigentlich immer Platz!

6. Schaue erst mal nicht auf die Zeiten!

Wenn man mit dem Laufen beginnt, sind die Zeiten erstmal egal. Durchhalten ist die Devise! Über kurz oder lang kommt man aber an den Punkt, an dem man auch schneller werden möchte. Wenn du die 5 km ohne Probleme durchhältst, kannst du immer mal Tempoläufe einbauen, also immer mal ein Stück schneller laufen und dann wieder langsamer. Die Zeiten werden dann meist von alleine besser. Aber setze dich hier nicht unter Druck, sonst bist du schnell frustriert. Zeiten zu verbessern ist meist ein längerer Weg, du kannst dir einen Trainingsplan, z.B. 5 km in unter 30 Minuten, im Netz suchen und diesen konsequent verfolgen oder an einem Lauftreff teilnehmen.

7. Besuche eine Lauftechnik-Schulung oder einen Lauftreff!

Das ist ein guter Weg, um an ganz viele Tipps zu kommen. Insbesondere wenn man sich steigern möchte oder an seiner eigenen Lauftechnik arbeiten möchte. Ich habe es erst gemacht, als ich Probleme und Schmerzen beim Laufen hatte und mich immer mehr gequält habe. Tatsächlich sind diese Beschwerden mit der richtigen Technik mittlerweile verschwunden, und ich kann wieder beschwerdefrei laufen. Auch weiß ich mittlerweile, dass Haltung und Laufstil auch eine nicht unerhebliche Rolle dabei spielen, ob es sich leicht anfühlt und man dadurch viel besser durchhält. Das steigert auf jeden Fall auch die Motivation.

8. Setze dir ein Ziel!

Ziele sind wichtig, auch beim Laufen, um am Ball zu bleiben. Cityläufe sind ein schönes Ziel und machen vor allem Spaß. Auch wenn man sich erst mal nicht so fühlt als müsste man sich gleich mit anderen messen. Aber das Gefühl beim Zieleinlauf, wenn man das geschafft hat, was man sich vorgenommen hat, fühlt sich einfach unglaublich toll an und ist Motivation pur. Nun gibt es Läufe und Läufe. Ich persönlich liebe die Frauenläufe, weil es einfach nicht in erster Linie um’s  Gewinnen geht. Zum Einstieg ideal.

9. Du brauchst nicht viel Equipment!

Ich persönlich laufe mittlerweile mit immer weniger Tools. Das allerwichtigste sind gute Laufschuhe, die du dir in einem Fachgeschäft mit guter Beratung aussuchen solltest. Den Puls messe ich mittlerweile nicht mehr, da ich mich damit immer selbst ausgebremst habe. Ich höre da eher auf meinen Körper – wenn man das regelmäßig macht, merkt man sehr schnell, wann es zu viel ist. Die Runtastic App nutze ich zur Aufzeichnung von Strecke und Zeit, da ich das Telefon sowieso immer mitnehme. Zumindest kann man sich so immerhin an seinen Erfolgen freuen, und die können ja auch motivieren.

10. Denke nicht darüber nach – mache es einfach! 

Der wichtigste Tipp ist: nicht lange überlegen, ob man Lust hat, sondern einfach los laufen! Sonst fallen einem wieder tausend Dinge ein, warum nicht jetzt und auch später nicht. Mein Lieblingsspruch zur Vertreibung des Schweinehundes:

Du machst es für dich! Das ist deine persönliche Zeit, die du ganz für dich alleine genießen kannst!

In diesem Sinn wünsche ich maximale Lauf- und Fitnesserfolge!

 

Beitragsbild – Quelle: Zoomy mac