Unsere „Elektrische-Zahnbürsten-Karriere“ ist lang – angefangen hat es vor vielen Jahren mit einer Ultrasonex Phaser, die aber nicht wirklich begeistern konnte. Weder überzeugte die Putzleistung, noch die Akkulaufzeit. Anschließend folgten einige Braun Oral-B-Bürsten – sowohl für die Eltern, als auch für die Kinder. So richtig glücklich wurden wir damit nicht. Etwas besseres musste her.

Was immer wieder nervte, war die veraltete Akku-Technologie, die schon nach relativ kurzer Zeit einen Memory-Effekt zeigte, sodass sich die Akku-Laufzeit sehr bald rapide verschlechterte. Man traute sich dann kaum mehr für eine Nacht ohne Ladegerät aus dem Haus. Natürlich waren die Akkus nicht auswechselbar, auch wenn es dazu wohl einige „Life-Hacks“ gibt. Da aber jede der Zahnbürsten eigentlich ständig nachgeladen werden musste, hatten wir dann 3-4 Ladegeräte im Bad rumstehen. Die Putzleistung der Bürsten war so la la und nahm gefühlt exponentiell mit dem Alter der Bürstenköpfe ab – ich habe die angebliche Lebensdauer von drei Monaten nie geschafft und eher alle sechs Wochen die Spitze ausgewechselt.

Meine Anforderungen an eine moderne Zahnbürste waren eigentlich gar nicht so kompliziert, wie ich fand:

  • moderne Akku-Technologie, also Lithium-Ionen-Akku ohne Memory-Effekt
  • möglichst lange Akkulaufzeit, damit man für verlängerte Wochenenden das Ladegerät zuhause lassen kann
  • leicht zu verstauendes Reiseladegerät
  • eine Schallzahnbürste sollte es zukünftig sein – zumindest, wenn man der Empfehlung meines Zahnarztes glaubt

Ich habe lange gesucht, verglichen, Testberichte gewälzt – und bin doch immer wieder an der vergleichsweise teuren (ca. 160 Euro), aber leider auch sehr schicken Philips Sonicare DiamondClean Black Edition (HX9352/04) hängengeblieben. Nein, die ist mir doch zu teuer. Es ist doch nur eine Zahnbürste! Oder vielleicht doch? Irgendwann – der Rest der Familie war mit der einzigen noch funktionierenden Oral-B verreist – musste ich handeln. Also auf zu Saturn, Augen zu und durch die Kasse. Und ich muss sagen: das war eine der besten Investitionen seit langem.

Erfahrungsbericht – 6 gute Gründe für die Philips Sonicare DiamondClean Black Edition:

  1. Sie putzt gründlich. Und wie! Man hat fast das Gefühl, von der Zahnreinigung zu kommen. Dafür braucht sie genau zwei Minuten. Sie bringt auch noch weitere Putzprogramme mit (ich glaube, fünf an der Zahl), die entweder länger oder sanfter oder oder putzen. Ich habe sie aber noch nie verwendet. An das anfänglich sehr ungewohnte Brummen im Kopf nach dem Putzen gewöhnt man sich nach ein paar Tagen – die Sonicare senkt sogar in den ersten Putzzyklen die Intensität auf einen Eingewöhnungsmodus ab, sehr freundlich!
  2. Die Ladestation. Nein, keine olle Plastik-Halterung, die dann binnen kürzester Zeit verschmutzt, und auf die man die Zahnbürste drauffummeln muss. Stattdessen ein stylisches Glas, das passgenau auf einer induktiven und chromblitzenden Ladestation sitzt. Die Zahnbürste stellt man einfach zum Laden ins Glas – fertig. Das Glas kann man natürlich auch zum Mundausspülen nutzen – und bei Bedarf einfach in den Geschirrspüler stecken.
  3. Sie läuft und läuft und … Hier macht sich die moderne Akku-Technologie bemerkbar. Nachdem der Rest der Familie von meiner Neuanschaffung Wind bekam, wurden kurzerhand drei weitere Zahnbürstenspitzen in Betrieb genommen – seitdem putzt die ganze Bande mit der Bürste. Der letzte Urlaub war ein schöner Test: erst nach knapp einer Woche musste die Bürste nachgeladen werden – und das bei vier Personen, also achtmal Putzen täglich!
  4. Hipsterkompatibles Reiseladegerät. Erst wunderte ich mich, weil ich in der Packung neben dem Ladeglas und einem USB-Kabel kein Reiseladegerät fand. Hat die Zahnbürste etwa einen wasserempfindlichen USB-Anschluss? Nein, es ist viel genialer. Das Reise-Etui, das neben der Zahnbürste auch noch Platz für zwei Bürstenspitzen hat, bringt einen Mini-USB-Anschluss mit. Also: Zahnbürste ins Etui, Kabel ans Etui, und dann entweder am Handy-Ladegerät oder sogar am Laptop aufladen. Hier hat wirklich jemand mitgedacht.
  5. Bürsten-Lebensdauer. Die Ersatz-Bürsten sind teurer als die Oral-B-Aufsätze, das wusste ich schon vor dem Kauf. Aber: sie halten auch länger. Hier komme ich wirklich fast mit den versprochenen drei Monaten hin. Die DiamondClean-Ersatzbürsten kosten ca. 6 Euro pro Stück im Viererpack bei Amazon. Demnächst werden wir mal das Amazon-Sparabo ausprobieren: entscheidet man sich für die automatische Neubestellung aller X Monate (frei wählbar), gibt’s die Bürsten nochmal 5% günstiger.
  6. Sie sieht auch noch verdammt gut aus!

Die Zahnbürste ist jetzt ein halbes Jahr in Betrieb und begeistert noch täglich. Im Familienbetrieb gibt es eigentlich nur zwei Dinge, die man besser machen könnte: Zum einen gibt es nur zwei unterschiedliche Markierungen auf den Bürstenspitzen: Dreieck und Kreis. Von den Oral-B-Spitzen mit ihren farbigen Ringen waren wir verwöhnt – nun haben wir entweder schwarze und weiße Bürsten mit Dreieck und Kreis in Betrieb, oder alternativ bunte Schnipsgummis drauf. Zum anderen gibt’s natürlich ein Problem, denn sobald der Hauptinhaber der Bürste auf Dienstreise geht, muss für die Daheimgebliebenen wieder die alte Oral-B hervorgekramt werden. Früher oder später wird deshalb wohl noch eine zweite DiamondClean bei uns einziehen: Mädels, es gibt sie auch in rosa!